Goldener Kompass 1988

Zum ersten Mal hat die KEP den Goldenen Kompass 1988 verliehen. Die höchste Auszeichnung war nach den ursprünglichen Vergabekriterien bestimmt für Hörfunk- oder Fernsehbeiträge, „die Beispiele glaubhaften Christseins in der heutigen Gesellschaft vorbildlich dargestellt haben“. Erster Preisträger ist der ZDF-Redakteur Horst Werner. Er erhielt den Preis für seine Reportage „Knacki – das war ich mal“ über ein christliches Rehabilitationszentrum in Hückeswagen im Bergischen Land.
Der damals vergebene Silberne Kompass war bestimmt für Beiträge, die Themen aus den evangelischen Kirchen „engagiert, ausgewogen und kritisch aufgreifen“ und dadurch dazu beitragen, „dass Christsein und Kirche im öffentlichen Gespräch bleiben“. Diese Auszeichnung erhielt das ARD-Magazin Report für den Beitrag „Politik, Polarisierung, Austritte – wohin treibt die evangelische Kirche?“ Darin setzt sich der Autor Klaus D. Below kritisch mit dem politischen Engagement von evangelischen Geistlichen auseinander. Der Autor habe ein unbequemes Thema aufgegriffen, das eine große Zahl evangelischer Christen beunruhigt. Kritik an dem Beitrag kam vom Fernsehbeauftragten der EKD, Hans-Wolfgang Heiler. Der Beitrag habe das Mindestmaß an journalistischer Redlichkeit vermissen lassen.